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Die schwedische Dm3
dreiteilige Stangenlok für den Erzbahnverkehr, nicht mehr im Einsatz
Baujahr. 1960-1970, kw 7200, V/max 75 Km/h, Gewicht: 270t, Länge 35,25m
-Dm - Baujahr Anzahl Gewicht kw Achsfolge km/h Länge Sonstiges Dm 1953-1961 2x19 190t 4800 1`D+D1` 75 25,1m zweiteilige Erzbahnlok Dm 1970 2x1 190t 4800 1`D+D1` 75 25,1m zweiteilige Erzbahnlok Dm mit Mittelteil 1960 3x3 270t 7200 1`D+D+D1` 75 25,1m dreiteilige Erzbahnlok Dm/Dm3 1963-1970 3x16 273t 7200 1`D+D+D1` 75 25,1m dreiteilige Erzbahnlok eine Liste der Loks gibt es ganz unten auf der Seite
Die schwedische Dm3
Die zunächst zweiteiligen Lokomotiven der Reihe Dm wurde aus der Standardbaureihe D abgeleitet und sind speziell für die für Erzzüge in Lappland angeschafft und fast ausschließlich dort verwendet worden. Der Zusatz "m" steht für schwedisch "Malm" = Eisenerz. Die Dm haben die Loks der Baureihe Of bzw. Of3 (ebenfalls zwei- bzw. dreiteilige Stangenloks) abgelöst. Die ursprünglichen Doppelloks der Reihe Dm reichten den wachsenden Zuggewichten (Umstellung von 3achsigen auf 4achsige Erzwagen mit zuletzt 5200 Tonnen Zuggewicht) bald nicht mehr. So wurden Mitteleinheiten der Reihe Dm3 beschafft und in die Zweiteiler eingekoppelt. Seither wurden die Dreiteiler zunächst inoffiziell insgesamt als Dm3, die verbliebenen Zweiteiler als Dm2 bezeichnet. Offiziell wurde die Bezeichnung Dm3 für die Gesamtlok erst später eingeführt. Die Einheiten sind fest gekuppelt, jeder Lokteil hat eine eigene Loknummer. Zuletzt hatten dann die Dreiteiler einen gemeinsamen Namen (Namensgeber waren die Gruben im Abbaugebiet).Da sämtliche E-Loks in Schweden seinerzeit noch eine gemeinsame fortlaufende Nummerierung hatten, ist die etwas unlogisch anmutende Beschaffungsgeschichte der Loks auch gut an den Loknummern abzulesen. Jedes Lokteil einer Dm2 oder Dm3 hat seine eigene Nummer. Zunächst wurden 1953 bis 1960 als erste Serie Dm-Doppeleinheiten beschafft (834-975 mit Unterbrechungen) und eingesetzt. Dann wurden 1960 drei Einheiten mit Mittelteil (976-984) beschafft und danach nochmal eine Einheit ohne Mittelteil (985+986) im Jahr 1961. Damit war die Lieferung der ersten Serie abgeschlossen.
Im Jahr 2000 erhielt die zweiteilige Einheit 974+975 das Mittelteil 983 aus der abgestellten Einheit 982+983+984 und war so noch ca 2 Jahre mit dem Namen Malte im Einsatz, bevor sie als Ersatzteilspender vor dem Lokschuppen in Kiruna abgestellt wurde.Zwischen 1963 und 1964 wurden als zweite Serie zunächst wieder Doppelloks (1201-1230) beschafft und danach im Jahr 1967 und 1968 die Mittelteile, die dann sukzessive eingekoppelt wurden (1231-1245). Es folgte dann 1970 ein kompletter Dreiteiler (1246+1247+1248) und nochmal ein Zweiteiler (1249+1250). Damit war die Produktion der Reihe D beendet (1967 wurde bereits mit der Produktion der Rc begonnen). Diese zweite Serie unterschied sich von der ersten primär durch stärkere Motoren mit angepassten Transformatoren, SAB-Rädern und letztlich Ballastgewichten zur Erhöhung des Achsdrucks und damit der Traktion.
Die Loks wurden verschiedenen Modernisierungen unterzogen, wobei älteren Loks, deren Einsatzende absehbar war, aktuelle Modernisierungen nur teilweise erhielten. Augenscheinlich ist der Austausch der ursprünglichen Speichenräder durch in sich gefederte SAB-Räder (bei neueren Dm schon ab Werk), die Änderung der Scheinwerfer und die Versetzung der linken Führerstandstür nach hinten in den Maschinenraum. Aber auch die Führerstände wurden modernisiert. An Kuppelstangen, Fahrmotoren und Steuerung wurden ebenfalls Verbesserungen (u.a. für die Langsamfahrmöglichkeit beim Entladen) vorgenommen. Die an Dm1248 erprobte Schrägstellung des linken Frontfensters bewährte sich nicht. Mit dem Übergang auf die vierachsigen Erzwagen wurde auf Automatikkupplung vom Typ SA3 (Klauenkupplung) umgestellt. Falls doch mal ein Zug mit Schraubenkupplung zu befördern war, gab es als Adapter ein Stück Kette (!). Die Loks der ersten Serie erhielten später ebenfalls die stärkeren Motoren (KJD statt KJC), wie die der zweiten Serie. Allerdings wurde der Transformator nicht getauscht, sodass die je 2 Motoren der Lok nicht mit voller Leistung arbeiten konnten.
Das alte braune Farbkleid wurde Anfangs der 1990er Jahre anlässlich einer Modernisierung der Lokomotiven durch eine neue blau/graue Farbgebung, wie bei der SJ üblich, ersetzt. Schon 1989 erhielt Lok 1205+1235+1206, verbunden mit dem Namen "Gloria" für die Lok, eine neues blau/schwarzes Design mit weißem Zierstreifen. Dieses wich 1991 dem neuen blau/grauen Standarddesign; die Lok erhielt dann den Namen "Oscar".
Die Betriebsführung der Erzzüge ging 1996 von SJ auf den Betreiber der Erzgruben (LKAB) über. LKAB gründete als Transportgesellschaft die MTAB ( in Norwegen die MTAS), der die Dm3 dann gehörten.
Die Loks der ersten Serie wurden in den 1990er Jahren außer Dienst gestellt. Einige der zweiteiligen Loks ohne Automatikkupplung waren zuvor noch einige Jahre in Mittelschweden, vornehmlich vor Holzzügen, zu finden.
Von der letzten Serie Dm3 waren lange Zeit 14 Einheiten mit 5200-Tonnen-Zügen im Einsatz. Diese Loks waren Kult auf der Erzbahn zwischen Narvik und Luleå. Aber die Nachfolger in Form der IORE haben diese Loks bis 2013 letztlich alle aus dem Einsatz verdrängt. Erhalten geblieben sind die Einheiten 976+977+978 im Museum in Luleå und 1246+1247+1248 im Museum in Gävle.Exkurs: In Norwegen waren nahezu baugleich mit der ersten Serie 4 Loks der Reihe El12 in dunkelgrün eingesetzt. Diese wurden allerdings nicht mit einem Mittelteil verstärkt, sondern hier wurde dann aus drei Zweiteilern einfach zwei Dreiteiler gemacht. Je eine zweiteilige Einheit ist im Museum in Luleå und in Narvik erhalten.
| Liste aller Dm
(mit Datum nur bei frühzeitiger Ausmusterung):
834-845
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